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Zodiac Free - Der Megaklassiker am El Capitan
600 Meter senkrechter, goldgelber und weißer Granit. Eine Straße mit
Wegweisern von Rurps, abgebundenen Knife Blades, Copperheads, Expanding Flakes,
schlechten Haken und flatternden Nerven. Das ist Zodiac, der Mega-Technoklassiker
am El Capitan. Als Charlie Porter 1972 die Route erstbeging, gehörte die Route
zum Schwierigsten, was an Technokletterei auf der Welt zu finden war. Heute ist sie
durch zahllose Begehungen entschärft und genießt den Ruf als ideale
Einsteigerroute ins Bigwallklettern. Die Zeit ist reif, um diesem Klassiker eine
neue Würze zu geben. Es galt als unmöglich, diese Route ohne künstliche
Hilfsmittel zu klettern. Thomas und Alexander aber glaubten, dass Zodiac eine
Freikletterroute der Neuzeit werden könnte. Die beiden Brüder fanden mit
einigen Varianten im unteren Teil einen relativ leichten Zustieg in den zentralen Wandteil,
dem "Grey Circle". Im Herzstück der Zodiac finden sich dann die schwierigsten
Seillängen - überhängend, athletisch und diffizil: "El Portal" (5.13 b),
"Flying Buttress" (5.13a), "Open Book (5.13 d), "Nipple" (5.13 d) und "Devils Eyebrow"
(5.13a). Die letzten Meter bieten im Vergleich zu dem darrunterliegenden Genusskletterei
vom feinsten im steilsten Granit.
Bereits im Frühjahr 2003 waren sie in der Route unterwegs, doch zu heiße
Temperaturen vereitelten damals einen erfolgreichen Durchstieg. Doch sie kehrten im etwas
kühleren Herbst zurück und vom 7. bis 9. Oktober kletterten sie schließlich
ihnen in einer durchgehenden Begehung die gesamte Zodiac rotpunkt.
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