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Ogre, der Mythos, der Traum, die Wirklichkeit...
Nach dem erfolglosen Versuch im Jahre 1999 kehrte Thomas Huber zwei Jahre später
wieder zurück zum Gipfel seiner Träume. Seit der Erstbesteigung im Jahre
1977 durch die Briten Doug Scott und Chris Bonington, zählte der Berg mittlerweile
über 24 gescheiterte Expeditionen aller Nationen. Der Ogre, mit seinen 7285 Metern
als einer der schwierigsten Berge der Welt, zählt somit zu den heiß begehrten
Ziele des modernen Expeditionsbergsteigens. Zusammen mit dem Schweizern Urs
Stöcker und Iwan Wolf wählte er sich ein weiteres mal den Südpfeiler des
Ogre zum Ziel.
Unter anderen waren in diesem Jahr die Südtiroler Hans Kammerlander und Luis Brugger
an der Bonington-Scott-Route, der Slowene Silvo Karo mit seinem Team am Ostpfeiler sowie
die Amerikaner Hans Johnston und Marc Newcombe am Südpfeiler tätig.
Durch anfängliche Probleme mit dem amerikanischen Team am Südpfeiler räumte
Thomas mit seinem Team das Feld und die Drei wendeten sich den bisher noch unbestiegenen
Ogre III, 6920 Meter, zu.
Nach mehrtägiger Vorbereitung erreichte das dreiköpfige Team am 1.Juli über
den steilen Südpfeiler den Gipfel des markanten Ogre III. Schwierigkeiten der
Route: VIII-, A3, 80° im Eis.
Am Ogre waren währenddessen alle Expeditionen, Südtiroler, Slowenen, Amerikaner
gescheitert und Thomas hatte mit seinen Team den Berg für sich alleine.
Nach einer zweitätigen Vorbereitung am Südpfeiler (Lager 1 auf 6000 Meter, 250
Meter Fixseil) wartete das Team auf entsprechendes Wetter für den Durchstieg zum Gipfel.
In der nächsten Schönwetterperiode startete das Team und erreichte am ersten Tag
Lager 1. Den darauffolgenden Tag kletterten sie bei besten Bedingungen bis Lager 2 auf 6300
Meter und am dritten Tag bis zum Pfeilergipfel auf 6500 Meter.
Die letzten 800 Meter waren die härtesten. Am 21. Juli gegen 15. 30 Uhr erreichte das
Team den Gipfel des Ogre, 24 Jahre nach der Erstbesteigung.
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